//Salz auf der Haut

Salz auf der Haut

Unglaublich, wie sehr man schwitzen kann. Gestern Abend, bei hochsommerlichen Temperaturen, im Schatten des Waldes gelaufen. Mit Sandra. Das hat viel Freude gemacht. Bei guten Gesprächen fällt das Laufen viel leichter. 90 Minuten haben wir absolviert! Eine Leistung, finde ich. Danach waren wir beide pitschnass. Schweißperlen rannen über Gesicht, Arme und Rücken. Später, als der Schweiß angetrocknet war, zeichneten sich Salzkrusten ab.

Wie viel Salz verlieren wir eigentlich? Lese am Abend dazu im Netz. Es ist recht unterschiedlich, so ist auf verschiedenen Seiten zu lesen, wie viel beim Sport verloren wird. Als Durchschnitt gelten rund zwei bis drei Gramm Salz pro Liter Schweiß bei mittlerer sportlicher Intensität. Wobei der Wert bei trainierten oder hitzeklimatisierten Menschen deutlich tiefer liegen kann, etwa bei 1,5 Gramm pro Liter. Menschen, die die Hitze nicht gewohnt sind, können in Extremfällen sogar bis zu sechs Gramm pro Liter verlieren.

Und Schweiß? Wie viel schwitzt man? Auch dazu gibt es Messungen – Sportler haben sich vor und nach dem Training gemessen und dabei festgestellt, dass bei moderater Belastung der Verlust zwischen einem halben und zwei Litern liegt. Und zwar pro Stunde. Gestern, da bin ich mir sicher, waren das bestimmt mindesten zwei Liter pro Stunde. Wir hätten unsere Kleidung auswringen können und Wasser wäre rausgetropft. Und in der Laufpause wuchtete jede von uns mal schnell einen knappen Liter Wasser rein. Bei dem warmen und feuchten Klima gestern konnte das Schwitzen den Körper ja gar nicht richtig kühlen. Und deshalb wurde noch mehr geschwitzt – wie in der Sauna nach einem Aufguss.

Klar, dass wir beim Schwitzen nicht nur Natriumchlorit, also Kochsalz, verlieren sondern eine Reihe an anderen Mineralstoffen. Eisen, Jod, Chlor. Aber, so schreiben die Fachleute, bei einem Training unter zwei Stunden brauche man keine spezielle Sportlernahrung, keine isotonischen Getränke. Das werde erst im Wettkampf nötig und bei einem Training von mehr als zwei Stunden.

Die Gelüste auf was Salziges waren gestern Abend aber doch groß, so gab’s sauer eingelegten Hering. Und Brot und Hefeweizen-Radler. Nicht das, was Herr Feil empfiehlt – aber es ist Sommer. Und da schmeckt ein Russ eben am Besten.

So long für heute

bin demnächst in Urlaub – mal sehen, wie es in der Zeit mit dem Training läuft.

werde Euch auf dem Laufenden halten

die Lisa

 

 

 

2019-07-03T09:58:40+01:00