//Auf auf, zum fröhlichen Jagen!

Auf auf, zum fröhlichen Jagen!

Laufen in der abendlichen Sommerhitze – das geht. Besser sogar, als gedacht. Im Stadion gibt der Rasen Kondenskühle ab. Dort ist es superangenehm. Zumal noch der Wind über die Höhe streicht. Anders beim Traben über den Asphalt. Vor allem im Gewerbegebiet setzt die trockene Hitze zu. Zum Glück ist das nur ein kurzes Stück. Aber, es gibt einen Eindruck davon, wie sehr die Menschen in den Städten mit wenig Grün doch stärker unter den Folgen des Klimawandels zu leiden haben werden als Menschen, die in Orten mit vielen Bäumen leben.

Doch auch, wenn der Lauf okay war: Für uns Mitteleuropäer dürfte es nichts sein, in sengender Gluthitze Beutetiere so lange zu jagen, bis diese erschöpft aufgeben. . . – nur als Anmerkung zum gestrigen Gedanken. Jagderfolg hätte die Laufgruppe gestern nur mit List und Absprache bekommen.

Passend zum Thema lief ich gestern Abend noch ein Stück mit Lindsey. Sie kommt aus Südafrika und lebt seit zirka zehn Jahren in Schwäbisch Hall. Sie unterrichtet unter anderem interkulturelle Kommunikation, vermittelt also, wie wir Deutschen besser mit Menschen aus anderen Kulturen klarkommen können, vor allem im geschäftlichen Bereich. Ihre Empfehlung: Zuschauen und zuhören, versuchen zu verstehen.

Ihre Erfahrung mit Deutschen: Sehr zielorientiert, sehr sachlich, sehr effektives Zeitmanagement. Und die Südafrikaner? Unkompliziert, erzählt sie lächelnd, herzlich. Vielleicht würde es uns gut tun, denke ich, das Angestrengte, das Lindsey mit dem „sehr“ in ihrer Beschreibung unseres Tuns, unserer Haltung beschreibt, abzulegen. Und mehr herzliches Miteinander würde vieles leichter machen.

Nun denn. Weiter geht’s mit Lauf geht’s. Freue mich schon darauf, weitere spannende Menschen in der Gruppe kennen zu lernen.
die Lisa

2019-06-07T09:56:23+00:00